Dobro došli und herzlich willkommen! Ich freue mich, dass Ihr auf meine Webseite gefunden habt. Vielleicht teilen wir ja die gleiche Leidenschaft für Kroatien, Slowenien und andere Länder, die früher mal zu Jugoslawien gehört haben? Der Anblick einer Plastikdose Cedevita entlockt Euch ein nostalgisches Seufzen? Dann haben wir ja was gemeinsam …

Für Cedevita und Kiki wäre ich sofort nach Kroatien ausgewandert

Meine ersten Erinnerungen an Kroatien sind schon eine Weile her. Damals waren noch orangefarbene Kniestrümpfe angesagt und unser schwarz-weiß-Fernsehgerät war das YouTube von heute. Jeden Sommer ging es von Süddeutschland mit dem Nachtzug nach Zagreb, wo es meine Verwandtschaft gut mit uns Kindern meinte: Cedevita-Brausepulver wurde in großen Wasserkaraffen als Dauergetränk serviert und Kiki-Kaubonbons klebten im Herbst noch in den Hosentaschen. Das waren meine beiden Lieblingsdinge, für die ich sofort nach Jugoslawien, heute Kroatien, ausgewandert wäre.

Südslawistik? Kann man davon leben?

Später stellte ich fest, dass es eigentlich ganz praktisch ist, eine zweite Muttersprache zu beherrschen: So durfte ich an der Wirtschaftsoberschule mein Abitur in „Serbokroatisch“ als zweiter Fremdsprache ablegen und dadurch blieb mir die unliebsame französische Verbkonjugation erspart.

Prompt hatte ich Feuer gefangen: Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Slowenisch, Bulgarisch, ein wenig Mazedonisch und Altkirchenslawisch habe ich – gekoppelt mit Russistik und Journalistik als Nebenfächer – an der Uni studiert. Klar, nicht alle Sprachen gleich intensiv, aber in jede ein wenig reingeschnuppert und Basics gelernt. Ich fand es gut. Außenstehende eher weniger: „Hör mal, das ist eigentlich die perfekte Kombination, um später mal Taxi zu fahren.“

Was das grincajg im haustor macht

In meiner Magisterarbeit drehte sich dann alles – kein Schmäh! – um Wörter wie grincajg (Grünzeug/Suppengrün), escajg (Esszeug/Besteck) oder haustor (Haustor/Hauseinfahrt). Also um Germanismen, Lehnwörter aus dem Deutschen – da gibt es schon witzige Wörter! Ich sammle sie bis heute. Wenn Ihr welche kennt, nur her damit!

Aus dem Taxi fahren wurde nichts

Und die Sache mit dem Taxi fahren? Daraus ist nach Studienende erst mal nichts geworden. Meinen ersten Job bekam ich in Moskau, als Nachwuchs-Redakteurin (das hieß „Medienassistentin“, gefördert vom Institut für Auslandsbeziehungen/Ifa) bei der Moskauer Deutschen Zeitung. In knapp vier Jahren habe ich Väterchen Frost bei klirrendem Polarwind besucht, in Sotschi unter Palmen Plombir-Eis gegessen und gelernt, wie man eine russische Feier ohne großes Miauen im Kopf übersteht. Naja, manchmal zumindest…

Moskau? Leider zu frostig für meine kroatischen Gene

Und dann? Meine südslawischen Gene jammerten irgendwann: „Wir mögen keine Pelzmützen mehr sehen, geschweige denn tragen.“ Also ging es zur nächsten Berufsetappe – nach Zagreb, nur knapp zwei Autostunden vom Meer entfernt (ok, meine kroatischen Bekannten sagen 1,5 Stunden, ich fahre eher „deutsch“ – brauche also zwei Stunden). Hurra! Zunächst zu einer deutschen Stiftung, dann habe ich als freie Auslandskorrespondentin so ziemlich alle Themen abgedeckt: Ich habe den kroatischen Präsidenten interviewt, Grottenolme in Slowenien beobachtet und Trüffelschweine in Istrien geknuffelt.

Meine Kunden: Zeitungen, Reisebuchverlage, Übersetzungsagenturen, Privatleute

Zu meinen Kunden gehörten in den vergangenen Jahren deutschsprachige Zeitungen wie Der Standard, Neues Deutschland, Jüdische Allgemeine, Nachrichtenagenturen wie KNA (Katholische Nachrichtenagentur), aber auch Wirtschaftspublikationen wie Dow Jones Newswires (Business-Newsletter Südosteuropa, GUS), das Sparkassen-Firmenkundenmagazin AussenWirtschaft und andere. Für Eurotopics habe ich Presseschauen (Slowenien, Bulgarien) lokaler Zeitungen zusammengetragen. Als Producer/Stringer war ich für das ZDF-Studio in Wien tätig, wo ich interessante Geschichten in Kroatien und Slowenien aufgestöbert und den Dreh organisiert habe. Radiobeiträge habe ich für BBC-Sachsen selbst produziert – heute nutze ich dieses Wissen und habe meinen eigenen Podcast-Kanal „KroatienExpertin“ (auf iTunes).

Nebenbei habe ich meinen Master in „Medien und interkulturelle Kommunikation“ gemacht, in Bulgarien. Dafür habe ich deutsche Expats in Russland zu ihrem so genannten Kulturschock befragt. Aus dem Fundus ist später übrigens ein tolles Buch entstanden: „Fettnäpfchenführer Russland: Was sucht der Hering unterm Pelzmantel?“ (Conbook Verlag), dass Euch Russland mit einem Augenzwinkern erklärt.

Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Reiseführer schreiben

Ein Schwerpunkt meiner Arbeit sind seit einigen Jahren Reiseführer. In den vergangenen 13 Jahren habe ich zahlreiche Reiseführer selbst verfasst bzw. aktualisiert, z.B. Baedeker (Istrien/Kvarner, Russland, Moskau, St. Petersburg), DuMont Bildatlas (Kroatische Adriaküste, St. Petersburg), Marco Polo (Russland, Kroatische Küste/Istrien, Slowenien – erscheint in Kürze) oder Koval/Lingen Verlag „Kroatische Adriaküste“ (Vertrieb über ALDI). Weitere Projekte sind in Bearbeitung.

Übersetzen – mit Stempel

Zudem übersetze ich auch: Für die Sprachen Bosnisch/Kroatisch/Serbisch bin ich schon seit 2001 staatlich geprüft, zusätzlich bin ich beim Landgericht Augsburg öffentlich bestellt und beeidigt. Das bedeutet, ich darf meinen Stempel auf die Übersetzung eines Dokuments (z.B. Schulzeugnis) setzen. Zudem übertrage ich Texte aus dem Russischen, Slowenischen und Mazedonischen ins Deutsche (nicht jedoch andersrum, dafür gibt es Muttersprachler, die das viel besser können) – meist aus den Bereichen Tourismus, aber auch Wirtschaft, Verträge und Co. Ich liebe slawische Sprachen!

Mit meinem Mann und unseren beiden Kindern lebe ich nun in Augsburg. Und da Bayern nur einen Katzensprung von Slowenien, Kroatien und Co. entfernt ist, zieht es mich natürlich immer wieder gerne hin – mit und ohne Familie. Bei der Rückreise packe ich dann immer (unbedingt!) je ein Päckchen Cedevita-Brausepulver und Kiki-Bonbons in meinen Koffer – nein, nicht nur für die Kinder… So viel Nostalgie muss einfach sein!

Sucht Ihr jemanden, der sich in Kroatien, Slowenien oder anderswo gut auskennt?

Habt Ihr Fragen? Sucht Ihr eine Autorin für Reiseführer, Reisebücher oder Reisetexte? Für allgemeine journalistische Texte, Reportagen, Interviews? Braucht Ihr eine Übersetzung aus einer „meiner“ slawischen Sprachen (beglaubigt/unbeglaubigt)? Wollt Ihr einen Länderbericht für Eure Branche (z.B. Kroatien) erstellen lassen und benötigt jemanden, der Euch alle Fakten recherchiert?

Dann kontaktiert mich einfach, ich freue mich auf eine mögliche Zusammenarbeit!

Eure

Veronika Wengert

Author

Veronika Wengert ist freiberufliche Journalistin, Reisebuchautorin und Übersetzerin für mehrere slawische Sprachen. Ihre kroatischen Wurzeln haben sie insgesamt elf Jahre nach Moskau und Zagreb geführt. Sie ist immer noch regelmäßig in Kroatien, Slowenien und anderswo vor Ort - um dort zu recherchieren, wo andere gerne Urlaub machen.

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